Gourmetrestaurant - kulinarische Highlights

Frohe Ostern in der Riederalm

Die Karwoche mit ihren vielen Bräuchen...

Das Osterfest ist bei uns in Österreich ein Fest, das geprägt ist von sehr vielen verschiedenen Bräuchen. Den Anfang der Karwoche macht der Palmsonntag, an dem traditionellerweise die Kinder mit ihren "Palmbuschen" in die Kirche und zur Palmweihe gehen. Die Palmbuschen sind meist gebunden aus Palmkätzchen, dekoriert mit bunten bemalten Ostereiern und/oder kleinen Brezeln. Die Palmzweige sind DAS Symbol des Palmsonntags - sie sollen uns Segen für Haus und Garten bringen! Noch einen "Brauch" gibt es am Palmsonntag: selbst die passioniertesten Langschläfer quälen sich an diesem Tag schon frühzeitig aus dem Bett, um bloß nicht den Titel des "Palmesels" zu erhalten. Zum "Palmesel" wird nämlich der ernannt, der als Letzter/Letzte das Bett verlässt...

 

Ein schöner Brauch, den auch Kinder lieben...

Auch wenn man die bunten Ostereier spätestens ab Februar überall kaufen kann, so gibt es doch einen schönen Brauch, der besonders in Familien gerne gelebt wird. Am Gründonnerstag - der Donnerstag vor Ostern - werden traditionellerweise Eier gefärbt. Das macht großen Spaß, bietet ein tolles Programm für diesen Ferientag und das Resultat kann man sich spätestens am Ostersonntag so richtig schmecken lassen - bunt gefärbte Eier gehören einfach zum Nesterl suchen und zum Osterfrühstück dazu! Lebensmittelfarben zum Eierfärben gibt es in allen Varianten: einfaches blau, gelb, grün, rot oder auch Regenbogenschattierungen, Metallic Farben usw. Wir haben uns aber ein bisschen damit befasst, die alternativen Methoden zu testen und wir finden es ganz toll, welche Mögichkeiten die Natur uns zum Färben der Eier bietet. 

Tipps für das Färben der Ostereier...

Als Erstes muss man betonen, dass man ein bisschen Geduld braucht, wenn man sich für das "natürliche" Färben entscheidet. Auch sind die Farben nicht ganz so knallig, ein bisschen dezenter aber die Freude über das Ergebnis wird sicher nicht kleiner sein. 

Am besten verwendet man weiße (Bio)Eier, diese behalten die Farbe etwas besser. Zur Vorbereitung werden die Eier gekocht.

Bei uns in der Region ist das Eierfärben mit Zwiebelschalen noch recht bekannt, dafür benötigt man ca. 3 Handvoll Zwiebelschalen, eine Feinstrumpfhose, Wasser und kleine Blüten, Kräuter oder Gräser. 

Die Zwiebelschalen in Wasser ca. 30 Minuten köcheln lassen und dann abkühlen. Die Strumpfhose in ca. 10-20 cm große Teile schneiden. Nun legt man die Blüten/Kräuter/Gräser auf die Eier und wickelt das Strumpfhosenstück fest um das Ei - mit einem Faden zubinden. Jetzt die Eier in den Zwiebelsud legen, bis sie eine schöne Farbe annehmen, das dauert bis zu 30 Minuten. Danach die Eier auswickeln und trocknen...tadaa, jetzt sind wunderschöne Muster auf unseren Eiern, die bestimmt jedes Osternest verschönern. Noch ein Tipp: für einen schönen Glanz die Eier mit einer Speckschwarte "einreiben"!

Die Natur bietet uns noch jede Menge Farbvarianten für unsere Ostereier: ein schönes dunkelrosa erhält man zum Beispiel beim Färben mit Rote Rüben - Sud oder verschiedene Grüntöne entstehen bei der Verwendung von Spinat. 

Also, los geht´s - Gründonnerstag kann kommen....

 

Kein Osterfrühstück ohne Osterstriezel...

Ein flaumiger Osterstriezel gehört zu einem ausgedehnten Osterfrühstück mit Familie und Freunden auf jeden Fall dazu. Einen Striezel nennt man einen Zopf aus Germteig (Hefeteig). Und auch wenn viele großen Respekt vor der Zubereitung haben... So ein Germteig ist gar nicht so kompliziert, probieren Sie es aus, Ihre Lieben werden staunen.  

Rezept für einen Striezel à la Riederalm - Zutaten:

500 g Mehl (glatt)

50 g Zucker

75 g weiche Butter

10 g Salz, 2 Eier

ca. 1/4 lt. lauwarme Milch

1 Würfel Hefe

Die Hefe in der lauwarmen Milch auflösen und mit den Eiern etwas verquirlen - danach die restlichen Zutaten dazu und alles zu einem geschmeidigen, glatten Teig verkneten. Den Teig nun mit einem Tuch abdecken und ca. 30 Minuten "gehen lassen". Danach den Teig teilen und einen Zopf formen, am Backblech nochmals ca. 40 Minuten gehen lassen - nun mit verquirltem Ei bepinseln und bei Ober/Unterhitze 170° ca. 30 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Backofen etwas variieren, am besten testen, indem man von unten auf den Zopf "klopft" - das sollte hohl klingen. Oder man verwendet ein Thermometer, die Kernemperatur sollte dann ca. 92° anzeigen. Man kann auf das Bestreichen mit Ei vor dem Backen auch verzichten und stattdessen den fertigen noch warmen Zopf mit erwärmter Marillenmarmelade bestreichen. 

Dieser Teig ist sehr vielseitig und lässt sich super in verschiedenen Varianten verarbeiten, gerade für Ostern bietetn sich zum Beispiel kleine "Osterkranzerl" an, über die sich Ihre Lieben sicher freuen werden!

Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und ein frohes Osterfest!

Osterhasenwochen in der Riederalm